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So eine Schweinerei!

Im Sommer 2016 fühlten wir uns beinahe noch geehrt, als die eindrucksvollen Tiere nur mal eine ganz kurze Gastrolle gespielt und – aus dem angrenzenden Maisfeld kommend – ein bisschen auf einem Grasweg an unserer Nordgrenze gewühlt hatten. 

Dazu muss man wissen, dass das ausgedehnte, weitestgehend von dichten Hochstauden- und Altgrasfluren bewachsene Gelände nur begehbar ist auf den schmalen, ständig frei gemähten Graswegen, die immerhin eine Gesamtlänge von etwa tausend Metern haben (dazu musste ein Aufsitzmäher angeschafft werden, und das nicht etwa auf Kosten der Umweltstiftung!).

Diese Wege mit ihrer kurzen Grasnarbe sind offenbar beliebte Brutplätze von Wiesenschnaken (Tipula crocata), und deren graswurzelfressende große Larven im Boden gehören zu den beliebtesten Leckereien der Schwarzkittel. Die leben ja eigentlich nicht in unserer Nachbarschaft – es sei denn, ein Maisfeld grenzt an. Das war leider zum zweiten Mal in Folge im Sommer 2017 der Fall. Und in diesem Sommer hat sich eine ganze Rotte mit Bachen, Überläufern und Frischlingen im Maisfeld eingenistet – den ganzen Sommer lang bis zur Ernte im Oktober. Und jede Nacht die Grasnarbe auf den Wegen umgedreht bis man nur noch mit Gummistiefeln darauf gehen konnte! Die Kosten für das Planieren und Einsäen wären immens; so haben wir uns darauf geeinigt, unmittelbar neben den zerstörten Wegen auf der inzwischen abgeschlegelten Hochstauden-/Altgrasfläche zu gehen. Dadurch wird, zunächst ohne Kosten, ein schmaler, auch nur einen halben Meter breiter Trampelpfad entstehen, der dann allerdings durch wiederholtes Mähen kostenträchtig in einen für Menschen gut gangbaren und für Wildschweine ebenfalls attraktiven Weg umgewandelt wird – bis der Kreislauf wieder von neuem beginnt.